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08.11.2018, 19:25 Uhr
Leserbrief
Wenig Wissen über Schlitzer Kommunalpolitik
Als einer, der sich 35 Jahre lang ehrenamtlich für unsere Gemeinde engagiert hat, erlaube ich mir diese Bemerkungen zu Veröffentlichungen des Bürgermeisterkandidaten Laurinat zu machen, die mir von wenig Sachkenntnis geprägt zu sein scheinen.
Hätte sich Herr Laurinat nicht erst ein paar Wochen vor der Bürgermeisterwahl um die Belange des Schlitzerlandes gekümmert – meines Wissens hat er für die Stadt Schlitz zuvor nichts getan -, wäre ihm sicherlich nicht entgangen, dass
in der Vergangenheit z. B.  in der Kernstadt, Fraurombach, Hartershausen, Bernshausen Rimbach im Troßbachtal Gewerbegebiete geschaffen und mit Leben gefüllt wurden, an denen mehrere hundert neue Arbeitsplätze entstanden sind;
diejenigen Unternehmen, die sich bisher dort angesiedelt haben, die Kooperation mit der Stadt als sehr gut bezeichnet haben;
unser Kindergartenangebot vorbildlich ist und ständig verbessert wird, und zwar zu sehr moderaten Preisen, - die ihresgleichen suchen – neuerdings 6 Stunden sogar kostenlos;
das Schlitzerland über ein sehr gutes Radwegenetz verfügt, das bis auf den Lückenschluss nach Willofs bestens angenommen wird;
große Straßenbauprojekte wie der Ausbau der Salzschlirfer Straße und des Grabenbergs realisiert wurden neben zahlreichen anderen Straßenausbauten;
Schlitz über ein sehr gutes Angebot an Einkaufsmöglichkeiten verfügt, die auch für ältere oder gehbehinderte Menschen durch den von der Gemeinde finanzierten Stadtbus zweimal wöchentlich erreicht werden können;
durch die Landesmusikakademie in Schloss Hallenburg über 24.000 Teilnehmertage pro Jahr stattfinden, die das kulturelle Angebot immens erweitert haben;
die Stadt in einer Zeit, in der ringsum serienweise Bäder geschlossen werden, mit dem Schwimmbad ein für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene tolles Freizeitangebot vorhält, das pro Jahr zwischen 350.000 und 400.000 Euro Zuschuss kostet;
die Sportanlage mit dem Kreis ausgebaut wird;
Neubaugebiete erschlossen wurden und  Familien günstige Bauplätze mit Zuschuss erwerben können.
Was die Einlassungen von Herrn Laurinat zum schnellen Internetzugang und zur übrigen Infrastruktur der Stadt betrifft, so behauptet er Dinge, die ebenfalls weitgehend an der Realität vorbeigehen.
Beschwerden und Eingaben der Stadt über verbesserungswürdige Zustände an verschiedenen Kreis- und Landesstraßen füllen im Rathaus Ordner. Die Stadt ist in dieser Sache selbst allerdings nicht zuständig, da sie – zum Glück – nicht Eigentümer dieser Straßen ist. Das kann auch ein Herr Laurinat nicht ändern.
Die Verfügbarkeit von schnellem Internet in allen Teilen des Schlitzerlandes ist auf den Weg gebracht. Im Oberen Fuldagrund, in der Kernstadt und überall dort, wo zuvor bereits Kabelanschlüsse vorhanden waren, gibt es das bereits. Auch hier hat sich die Stadt finanziell engagiert. Was den Ausbau für die restlichen Stadtteile und diverse Lückenschlüsse betrifft, so sind wir dabei als Partner vom Zeitplan der Telekom  abhängig, den auch ein Herr Laurinat nicht verändern kann. 
 
Zusammenfassend muss ich feststellen, dass der „frische Wind fürs Schlitzerland“, den Herr Laurinat auf seinen Plakaten verspricht, weitestgehend heiße Luft ist, die aus leeren Versprechungen besteht. Dazu gehört übrigens auch die entlarvende Aussage, seine Ideen in einem „Aktenkoffer“ zu verwahren, „den er gerne im Rathaus öffnen will.“ Man soll also die Katze im Sack kaufen.
Norbert Schäfer, Ahornweg 5, 36110 Schlitz
Ehrenstadtrat der Stadt Schlitz